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Es ist wieder so weit. Einmal im Jahr verwandelt sich unsere ehrwürdige Alt-Herren-Fußballmannschaft in eine hochmotivierte, leicht knarzende Wintersport-Elite. Zwischen dem heutigen 06. und 08. Februar steht Saalbach auf dem Programm – oder wie manche sagen: das Trainingslager für Gleichgewicht, Durchhaltevermögen und Hüttenkompetenz.
Die Abfahrt am Freitag ist wie immer geprägt von militärischer Präzision. Treffpunkt 06:00 Uhr. Die ersten sind schon um 05:30 da – aus Gewohnheit vom Frühschoppen. Die letzten kommen um 06:20 und behaupten, ihre Uhr gehe nach „Alt-Herren-Zeit“. Nach einer intensiven Diskussion über die optimale Anreiseroute, die keiner wirklich kennt, und dem ersten „Notfallbier zur Beruhigung der Nerven“ rollt der Mannschaftsbus schließlich Richtung Saalbach.
In Saalbach angekommen, wird sofort klar: Wir sind nicht mehr die Jüngsten, aber definitiv die Lautesten. Während andere ihre Skier elegant anschnallen, beginnt bei den AH-lern die Suche nach Lesebrillen, Knieschonern und dem Mut von früher. Der erste Lift wird mit der Ernsthaftigkeit betreten, als ginge es um den Champions-League-Titel. Oben angekommen wird kurz durchgezählt – wie immer fehlt einer. Er steht noch unten und diskutiert mit anderen Skitouristen über die richtige Bindungseinstellung „für erfahrene Sportler“.
Die Abfahrten sind geprägt von Eleganz, Erfahrung und gelegentlichen spontanen Sitzpausen im Schnee, die natürlich nur zur „Lageanalyse“ dienen. Jeder Sturz wird sofort mit den Worten kommentiert: „Das war Absicht, ich wollte nur testen, wie weich der Schnee ist.“
Der wahre Höhepunkt ist jedoch traditionell die Hütte. Hier zeigt sich die Mannschaft in absoluter Topform. Flüssigkeitsaufnahme erfolgt diszipliniert und regelmäßig, um Dehydration zu vermeiden. Fachgespräche über Fußball, alte Heldentaten und Verletzungen, die sich mit jedem Jahr dramatischer anhören, gehören selbstverständlich dazu.
Der Samstag wird als „Königsetappe“ bezeichnet – nicht wegen der Länge der Abfahrten, sondern wegen der Länge des Tages. Am Abend ist man sich einig: Die Beine sind schwer, aber der Teamgeist ist stärker als jede Muskelkaterprognose.
Doch egal wie groß die Gaudi ist – eines steht fest: Am Sonntag muss pünktlich die Heimreise angetreten werden. Denn die Alt-Herren haben eine ebenso wichtige Mission: rechtzeitig zum Faschingsumzug in Kirchroth zurück zu sein. Schließlich will man dort nicht nur zuschauen, sondern als erfahrene Experten für Verkleidung und Gaudi aktiv teilnehmen.
So kehrt die Mannschaft zurück – müde, leicht angeschlagen, aber glücklich. Mit neuen Geschichten, die garantiert jedes Jahr besser werden, und der Gewissheit: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Vielleicht etwas langsamer, vielleicht etwas vorsichtiger – aber ganz sicher genauso legendär.
Denn eines ist klar: Alt-Herren wird man nicht im Pass – Alt-Herren ist eine Lebenseinstellung.
Zum Abschluss noch eine Bitte des Autors. Kommt alle Gesund und ohne Verletzung zurück. Danke!!!
Verfasser des Beitrags: unbekannt
