Ein sarkastischer Rückblick auf den Saisonstart der AH. Der Autor will nicht genannt werden und bittet den Bericht mit Humor zu nehmen und auf etwaige Befindlichkeiten von genannten Personen zu verzichten.
Der Saisonstart der AH des SC Kirchroth verlief zunächst alles andere als berauschend. Nach einem Unentschieden gegen Brennberg und einer 0:2-Niederlage gegen Niederwinkling machte sich im Umfeld bereits leichte Unruhe breit. Während einige noch von einer Findungsphase sprachen, war für andere die Krise bereits größer als der Getränkevorrat im Sportheim. Erste Experten forderten bereits Konsequenzen, andere zumindest eine längere Trainingswoche. Wieder andere wollten einfach nur eine weitere Hopfenkaltschale.
Entsprechend groß war der Druck vor dem Duell gegen den FC Straubing. Sowohl der AH-Leiter als auch der Trainer standen zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison bereits zur Diskussion. Als die AH auch in diesem Spiel zweimal in Rückstand geriet, schien sich das sportliche Chaos fortzusetzen. Stimmen aus dem Ausland (Kreta) wurden bereits laut, ob die Mannschaft bewusst gegen Trainer und AH-Leiter spielen würde. Und so kam es, dass Beide noch während des Spiels den Weg für einen Neubeginn freimachen wollten. Doch dann zeigten gleich mehrere Akteure, warum sie seit Jahren unverzichtbarer Bestandteil der Mannschaft sind.
Allen voran Sebastian L., der einen Sahnetag erwischte und das Spiel zeitweise nach Belieben dirigierte. Ebenfalls herausragend präsentierte sich Andreas W., der an nahezu jeder gefährlichen Aktion beteiligt war und die Straubinger Defensive regelmäßig vor unlösbare Aufgaben stellte.
Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte jedoch ein bis dahin weitgehend unbekannter Stürmer, den der Trainer überraschend von der Bank brachte. Über seine Herkunft gibt es unterschiedliche Theorien. Einige sprechen von einem Last-Minute-Transfer, andere von einem zufälligen Zuschauer. Fest steht nur: Der Mann erzielte drei Tore und trug dazu bei, dass die AH die Partie noch drehen konnte. Die taktische Meisterleistung des Trainer Matthias D. ging auf und mit dem 12:2 Sieg war die drohende Trainerdiskussion vorerst vertagt.
Doch nur eine Woche später sorgte die sportliche Leitung erneut für Verwunderung. Gegen Mitterfels ließ er gleich mehrere Leistungsträger zunächst auf der Bank Platz nehmen. Neben dem Topscorer aus dem Spiel gegen den FC Straubing Sebastian L., waren auch Michi R., Tom E., Sebastian H. und sogar der AH-Leiter zum zuschauen verdammt. Wieder eine taktische Finesse oder einfach nur blanker Wahnsinn des Trainers????
Vor allem Michi R. reagierte wenig begeistert. Nach Informationen aus gut unterrichteten Kreisen forderte er bereits vor dem Anpfiff personelle Konsequenzen und stellte die sportliche Kompetenz des Trainers öffentlich infrage. Die Forderung verpuffte allerdings schnell und der Trainer zeigte ein weiteres Mal, dass seine Instinkte ihm recht geben sollten.
Die AH spielte an diesem Tag wie aus einem Guss. Vermutlich eines ihrer besten Spiele der letzten Jahre. Die Mannschaft war an diesem Abend schlichtweg On Fire. Angriff um Angriff rollte auf das gegnerische Tor zu. Das vollbesetzte Stadion in Mitterfels verlor irgendwann den Überblick über die Anzahl der Treffer. Am Ende stand ein 12:0 auf der Anzeigetafel.
Zwölf Tore. Null Gegentore.
Laut vereinsinternen Aufzeichnungen könnte es sich dabei um den höchsten Sieg in der fast 50-jährigen Geschichte der AH handeln. Zumindest behauptet das Robert S. mit der Überzeugung eines Mannes, der Statistiken grundsätzlich nicht überprüft.
Trotz der jüngsten Erfolge gibt es für den Trainer allerdings keine Entwarnung. Nach Aussage des AH-Leiters steht dieser weiterhin bis zum Saisonende unter Beobachtung. Die Vereinsführung möchte zunächst feststellen, ob die Erfolge tatsächlich auf taktisches Geschick zurückzuführen sind oder ob die Mannschaft einfach beschlossen hat, unabhängig von den Entscheidungen des Trainers guten Fußball zu spielen.
Bereits am kommenden Mittwoch wartet mit der DJK Straubing die nächste Herausforderung. Dort wird sich zeigen, ob die AH ihren Lauf fortsetzen kann.
Denn wie jeder Fußballer weiß: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Und wie jeder AH-Spieler weiß: Nach dem Spiel ist vor dem ersten Kaltgetränk.
Besonderer Dank gilt zudem Wolfgang S. der nach dem 12:0 einen natürlich nur aufgrund des Ergebnisses sichtlich „berauschten“ AH-Leiter Maximilian D. von der anschließenden Siegesfeier in Parkstetten sicher nach Hause brachte.
Im nachfolgenden Link geht´s zum Spielplan der AH 2026. Viel Spaß dabei!!!
